Suicide Dreams

Ghoststory

[Mala.die] [Denier.Hiver] [E.nivre] [Rosen.Garten] [Dépen.dance]

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[Kopf.bilder]

beim lesen hören:



Ich gehe durch den Regen. Diese Stadt ist mir fremd. Alles ist fremd. Nein, ich bin fremd. Seit einer Woche bin ich hier. Ich kenne niemanden. Sprechen tue ich nur mit der Kassiererin im Supermarkt. Eintönige Gespräche. "5,50€, bitte! Danke! 50 Cent zurück! Schönen Tag noch!" "Danke. Ebenso."
Ich komme in meine Ein-Zimmer-Wohnung. Schäbis weiße Wände. Ich habe keine Lust Geld für Wandfarbe auszugeben. Eine Matratze ist alles was ich brauche. Der Wasserkocher, der Kassenrecorder, die Kassette mit immer wieer nur ein und demselben Lied drauf, ist der einzige Luxus, den ich mir gönne.
Meine Kleidung auf einem Brett an der Wand ordentlich zusammengelegt. 2 Pullover, 2 T-Shirts, ein Top, 3 Hosen, 2 paar Schuhe, 2 BHs, 5 Unterhosen, 4 Paar Socken. 1 Jacke am Haken. Neben den Unterhosen eine Minivase mit einem vertrocknetem Gänseblümchen drin. Die Vase hab ich im Müll gefunden. Das Gänseblümchen neben der Mülltonne. Angepisst von der Nachbarskatze. Vom Vormieter habe ich einen Tisch und einen klapprigen Stuhl übernommen. Ich denke, er hält noch eine Woche, bevor er zusammenbricht. Ich sitze auf ihm. Soll ich mir doch das Genick brechen. Ich trinke Instantkaffee. Ich habe ja keine Kaffeemaschine. Ich esse Fertigsuppen, die man nur noch mit heißem Wasser übergießen muss.
Ich sehe den Wolken am grauen Himmel zu. Ich muss lachen.
Ich liebe mein Leben.
Und jeden Abend küsse ich das Foto von meinem Verflossenem, nachdem ich die Glühbirne aus der Fassung gedreht habe. Der Schalter ist kaputt.
4.2.08 18:02
 


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